In den kommenden Wochen, voraussichtlich zwischen dem 3. und 6. Juni 2017,  werden 16 human remains nach Namibia repatriiert. Hierbei handelt es sich um die dritte Überführung menschlicher Überreste. Die namibische Delegation wird voraussichtlich durch die Ministerin für Bildung, Kunst und Kultur, Katrina Hanse-Himarwa, geleitet. Namibische Opfergruppen des Völkermordes an den OvaHerero und Nama kritisieren, dass sie erst sehr spät von der geplanten Überführung erfahren haben und versuchen gegenwärtig eine Teilnahme zu ermöglichen.

In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage zum preußischen Kolonialbesitz im Berliner Abgeordnetenhaus (Drucksache 18 / 11 092) heißt es:

Bei der avisierten Rückgabe von Human Remains seitens der Charité an Namibia handelt es sich um die „menschlichen Überreste“ von 16 Individuen (10 Schädel, 5 Skelette, 1 Schulterblatt), die dokumentiert sind und zur Übergabe in der Charité gelagert werden. Ein konkreter Übergabetermin wird mit der Botschaft von Namibia vereinbart, sobald diese die Einzelheiten des Transports geklärt hat. Aus Sicht der Charité wäre es wünschenswert, die Übergabe an Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Herkunftsgesellschaften vorzunehmen.“

Zeitungsartikel:

26/05/17 | Catherine Sasman: More Skulls to return, Namibian Sun

23/05/17 | Ngaevarue Katjangua: Ovaherero consider trip to Germany over skulls, New Era

Erneute Übergabe von human remains nach Namibia zwischen dem 3. und 6. Juni 2017